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Ausschreibung

Jährlich haben sechs Residents aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, drei Monate mit Textilunternehmen in der Ostschweiz zusammenzuarbeiten, ein Atelier in Arbon zu nutzen und sich in verschiedenen Kontexten zu vernetzen. Während der mehrtägigen öffentlichen Veranstaltung «TaDA Spinnerei» mit internationalen Referent*innen können sie ihr Projekt einerseits einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen und andererseits mit Fachleuten diskutieren.

Die nächste Ausschreibung wird im Sommer 2024 veröffentlicht.

Engagement

TaDA bietet den Residents

  • Unterkunft
  • Reisekosten
  • Beitrag an die Lebenshaltungskosten
  • Arbeitsplatz in Arbon
  • Werkmaterialien
  • Individuelle und technische Unterstützung durch ausgewählte Fachleute der Partnerfirmen
  • Betreuung vor Ort

TaDA erwartet von den Residents

  • Entwicklung eines neuen Projektes, nach Möglichkeit Kooperation mit einer ansässigen Textilfirma
  • Öffentliche Präsentation der Arbeit, Durchführen von Workshops
Vergangene Residents
Stéphanie Baechler
September – November 2020

Stephanie Baechler (1983) ist Künstlerin und Textildesignerin. Sie arbeitete als Textile Developer/Design Assistentin für Hussein Chalayan in London und war drei Jahre Leiterin des Druckdesigns für das Schweizer Textilunternehmen Jakob Schlaepfer. Seither hat sich ihre Arbeit in Richtung Skulptur und Installation entwickelt und auf das Zusammenspiel von Keramik und Textilien fokussiert. Die haptische Dimension und die Interaktion zwischen Körper, Bewegung und Raum stehen im Mittelpunkt ihrer Forschung. Stephanie Baechler studierte an der HSLU Luzern Textildesign und erwarb 2013 einen Master in Mode an der ArtEZ (Hogeschool voor de Kunsten) in Holland. Neben früheren Residencies wie an der Cité Internationale des Arts in Paris (2016-2017) und Förderungspreisen von der UBS Kulturstiftung (2021) und dem Mondrian Fonds (2021) wurden ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Zuletzt beispielsweise an der Art Rotterdam mit der Whitehouse Gallery (2021) oder an der Regionale im Centre d’art Pasquart (2021).

www.stephaniebaechler.com

Laura Deschl
April – Juni 2022

Laura Deschl (1993) ist Sozialdesignerin und Kunstforscherin mit einem Hintergrund in Mode und Textilien. In einem interdisziplinären Ansatz schafft sie einen Diskurs zwischen Bereichen, die sich üblicherweise nicht überschneiden. Ihre akademische Arbeit wird oft von objekt- oder materialbasierten Ausdrucksformen begleitet. Laura Deschl forscht gegenwärtig im Bereich von therapeutischen Textilien. Sie geht dabei von ihrem Interesse an Wirkungspsychologie und der Frage aus, wie Objekte menschliche Emotionen auslösen, regulieren und beeinflussen können. Laura Deschl erhielt 2021 einen Master of Fine Arts and Design der Design Academy Eindhoven und arbeitet zwischen der Niederlande und Berlin. Sie zeigte ihre Arbeiten unter Anderem bereits an der Dutch Design Week in Eindhoven (2021) sowie an der Werkschau in Pforzheim (2019).

www.lauradeschl.com

Ana Micaela Fernández Martín
September – November 2022

Ana Micaela Fernández Martín ist eine multidisziplinäre Künstlerin. Sie hat sich auf die Verbindung von Zeichnungen und Textilien spezialisiert. Derzeit unterrichtet sie in der Factoría Cultural (Avilés, Asturien) zu direkten Interventionsmethoden auf Naturtextilien. Die Künstlerin ist ständig auf der Suche nach neuen grafischen Ausdrucksformen, die Illustration und Weberei miteinander verbinden; Letztere betrachtet sie als Medium, um Geschichten zu erzählen. Durch Malen und Zeichnen, Siebdruck, Prägung, Gravur und andere vorbereitende und veredelnde Verfahren erweckt sie den Stoff für künstlerisches Schaffen zum Leben. Ana Micaela Fernández Martíhat an der Universität von Vigo und an der ESDEMGA (Galizien) einen Abschluss in Bildender Kunst und Modedesign mit Auszeichnung erworben.

anamicaela.myportfolio.com

Carolina Forss
September – November 2023

Carolina Forss (1989) ist eine finnische Mode- und Textildesignerin und Künstlerin, die in Helsinki lebt und arbeitet. Kulturgeschichte, Couture-Textiltechniken und Handwerkskunst, interpretiert durch eine zeitgenössische Linse, sind eine wichtige Inspiration für Carolina Forss’ Arbeit. Ihre Arbeiten wurden in Zeitschriften wie Vogue, Elle und Document Journal veröffentlicht und beim H&M Design Award in London, auf der Copenhagen Fashion Week und der Paris Fashion Week ausgestellt. Sie hat einen Master-Abschluss in Textil-, Bekleidungs- und Modedesign der Aalto-Universität. Carolinas Abschlusskollektion erregte sowohl national als auch international große Aufmerksamkeit und wurde von Instituten wie der Royal Academy of Art in London, dem Finnish Cultural Institute in Paris und dem Spiral in Tokio präsentiert.

Ganit Goldstein
April – Juni 2021

Ganit Goldstein (1992) ist eine in London ansässige Mode- und Textildesignerin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf den innovativen Gebrauch von 3D-Druckverfahren und –Scans. Sie stellt damit neuartige dreidimensionale Textilien und Objekte wie Schuhe, Schmuck und Kleidungsstücke her. GanitGoldsteins Arbeiten lassen ihren interdisziplinären Zugang erkennen: traditionelle und innovative Techniken werden miteinander kombiniert, und mit Hilfe programmierbarer Materialien entsteht Neues. 2018 schloss Ganit Goldstein ein Studium an der Jerusalemer Bezal’el-Akademie für Kunst und Design ab und schloss 2021 mit einen Master am Royal College of Art in London ab. Die Objekte der Designerin wurden weltweit in zahlreichen Ausstellungen und Museen gezeigt, so etwa auf der Milan Design Week (2019), beim New York Textile Month (2018), auf der Münchner Schmuckwoche (2019) oder an der Tel Aviv Biennale of Crafts & Design (2020). 2019 erhielt sie das Re-FREAM Horizon 2020-Stipendium zur Erforschung des Herstellungsprozesses von 3D-Textilien.

www.ganitgoldstein.com

Pascal Heimann
September – November 2023

Pascal Heimann (1989) ist ein Textildesigner aus der Schweiz. Mit der Bearbeitung seines Projektes in der TaDA residency soll ein Beitrag dazu geleistet werden, mittels Computerprogrammen die Übersetzung von digitalen Bildern in Gewebe neu zu definieren. Er studierte Prozessdesign am HyperWerk, HGK/FHNW, und vertiefte danach sein Interesse an Mode und Textilien mit einer Lehre an der HF Textildesign in Basel. Danach nahm Pascal Heimann eine Festanstellung als Designer bei Jakob Schlaepfer an. Später lernte er die Webkunst in der Produktion der letzten Seidenweberei der Schweiz, der Firma Minnotex GmbH in Herzogenbuchsee. Pascal Heimann ist Mitglied beim Institut für textiles Forschen und designt unter seinem eigenen Label «Pascal Heimann».


Alexandra Hopf
September – November 2020

Die Deutsche Künstlerin Alexandra Hopf (1968) hinterfragt in ihren Arbeiten die Konstruktion von Kunstgeschichte, indem sie die historische Avantgarde neu interpretiert. Alexandra Hopf interessiert sich dabei speziell für die russische Avantgarde als Ausdruck des neuen Menschen sowie deren Übersetzung der geometrischen und blockhaften Silhouetten der suprematistischen Malerei ins Skulpturale. In einer Vermischung von Fakten und Fiktion sowie von Malerei, Fotografie, Skulptur und Film, hinterfragt die Künstlerin im Stile der ehemaligen Avantgarde, zeitgenössische Missstände und Konflikte. Alexandra Hopf studierte bis 1996 an der Kunstakademie Düsseldorf und erhielt im Anschluss verschiedene Stipendien und Residenzen wie an der Cité International des Arts in Paris (2014) oder der Josef und Anni Albers Foundation in Bethany, USA (2018). Ihre Arbeiten wurden zudem in europaweiten Ausstellungen gezeigt. Zuletzt etwa in der Sobering Gallery in Paris (2019) oder im Projektraum Tête in Berlin (2018).

www.alexandrahopf.com

Tobias Kaspar
April – Juni 2021

Der in Zürich und Riga ansässige Tobias Kaspar (1984) arbeitet im Bereich zeitgenössische Kunst mit einem starkem Interesse an Mode und Textilien und an Fragestellungen zum Verhältnis von Kunst und Künstler*innen in der Gesellschaft. Nach einem Studium der Bildenden Künste in Hamburg und der Städelschule in Frankfurt hat der Künstler zahlreiche Einzelausstellungen realisiert. So zum Beispiel in der Kunsthalle Bern (2018), der Kunsthalle Sao Paulo (2015), den Cinecittà Studios Rom (2016), dem Kim? Contemporary Art Center Riga in Litauen (2019), dem Midway Contemporary Art Center Minneapolis (2013), der Galerie Urs Meile in Peking (2019) sowie wiederkehrend bei der Galerie Peter Kilchmann in Zürich (zuletzt 2020). Mit „Rented Life“ hat Tobias Kaspar sein Leben für 2020/21 an zwanzig Kunden vermietet. Unter diesem Titel soll im Sommer 2021 im Genfer MAMCO auch eine Ausstellung stattfinden. In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Bern erschien 2020 im Verlag der Buchhandlung Franz und Walther König die Monografie „Independence“ über seine Arbeit.

www.tobiaskaspar.com

Aesun Kim
April – Juni 2021

Die südkoreanische Künstlerin Aesun Kim (1991) ist eine kreative Praktikerin, die sich mit der Interaktion zwischen Mensch und Computer befasst. Gegenstand ihrer Arbeit ist das als Kleidungsstück tragbare Interface, das auf biometrischen Daten basiert und in dem eine neue digitale Ästhetik zum Ausdruck kommt. Ihre interaktive Kunst und ihre tragbaren Designarbeiten entwickelte sie an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und an der University of the Arts London. Mit ihrer Forschung und ihren Workshops erkundet sie gegenwärtig E-Textiles und tragbare Interfaces.

www.aesunkim.com

Rafael Kouto
April – Juni 2023

Rafael Kouto (1990) ist ein Kreativdirektor, Mode- und Textildesigner und Professor aus dem Tessin in der Schweiz. Im Jahr 2017 lancierte er unter seinem Namen eine avantgardistische Modemarke, die sich in Projekten für Upcycling, Community Couture und Nachhaltigkeit engagiert. Rafael Kouto setzt sich für Upcycling ein, indem er Workshops in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen durchführt und als außerordentlicher Professor für Modedesign an der IUAV Universität Venedig unterrichtet. Von 2021 bis 2022 war er Stipendiat am Istituto Svizzero in Mailand, wo er die Entwicklung von partizipativen Projekten im Zusammenhang mit Upcycling, Klimawandel und Open Source durch eine Videoinstallation und einen Workshop untersuchte, die letztes Jahr während der Design Week in Mailand (CH) und Eindhoven (NL) präsentiert wurden. Nach seinem Modedesign-Studium an der FHNW-HGK in Basel (2010–2014) erwarb er einen MA im Fashion Matters Programm am Sandberg Institute in Amsterdam (2015–2017). Seine Marke gewann die Lotto Sport & Diesel International Talents Support Awards 2019, die Swiss Design Awards in der Kategorie Fashion & Textile 2018 und 2019 und wurde Finalist in 2020 und 2022, und den Gebert Ambiente Design Award 2020–2021 und Finalist in 2022–2023.

Sonia Li
September – November 2021

Die taiwanesisch-amerikanische Künstlerin Sonia Li (1983) lebt und arbeitet in Brooklyn. Sie wuchs in mehreren Ländern auf, was zu einer empathische Herangehensweise und zu universellen Ausdrucksformen von Menschlichkeit in ihrer Kunst führte. In ihren Installationen, Performances und sozialen Räumen, die oft die Natur zum Thema haben, verbindet sie taiwanesischen Wurzeln, buddhistische Lehren und Lebenserfahrung. Sie verwandelt Metaphern der persönlichen Veränderung in multisensorische Erfahrungen. Durch die Verbindung von Physischem und Technologie hebt sie die unsichtbare Trennung zwischen Kunstwerk, Konzept und Betrachter*in auf. 2014 schloss die Künstlerin mit einem Master in Interaction Design an der Tisch School of the Arts in New York ab. Seither war sie an mehreren internationalen Ausstellungen beteiligt, unter anderem im Centro Cultural FIESP in Brasilien (2018), dem Naves Matadero in Spanien (2019) und auf der CADAF NYC in den USA (2019). Ihre Videos sind Teil der exklusiven Online-Sammlung Elementum.art. 2018 erhielt sie Stipendien des Taiwanesischen Kulturministeriums und der Chen Yung Memorial Foundation.

www.sonialidesigns.com

Victoria Manganiello
September – November 2022

Victoria Manganiello (1989) ist eine amerikanische Künstlerin, Designerin, Pädagogin und Organisatorin, die hauptsächlich mit Textilien arbeitet. In ihren jüngsten Projekten beschäftigt sie sich mit Themen wie Frauenarbeit, Technologie und Lebensmitteln. Victoria Manganiello studierte Kunstgeschichte am Skidmore College und schloss 2015 mit einem Master in Art Education & Community Practice an der New York University ab. Sie nahm an Aufenthalten im Icelandic Textile Center 2021 oder dem Australian Tapestry Workshop 2022 in Melbourne teil. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa, Taiwan und den USA gezeigt; Unter anderem im Tang Museum (2022), im Museum of Art and Design (2019), Bozar (2020) und an der Ars Electronica (2020). Weitere Aufträge erhielt Manganiello beispielsweise von Wave Farm, der S&R Foundation, dem Center for Craft, dem Wallstreet Journal, Harvest Works und der Air Gallery. Seit 2017 ist sie Professorin an der New York University und an der Parsons School of Design.

www.victoriamanganiello.com

Maidje Meergans
April – Juni 2021

Maidje Meergans (1991) ist eine Dokumentarfotografin aus Berlin. In ihrer Arbeit befasst sich die Künstlerin mit sozialdokumentarischen Fragestellungen, mit einem besonderen Augenmerk auf Themen der Nachhaltigkeit, der Einzigartigkeit von Geschichten und Menschen, sowie der Subjektivität der Geschichtsschreibung. Die Künstlerin studierte Textil- und Flächendesign sowie Visuelle Kommunikation an der Weissensee Kunsthochschule Berlin. Zudem schloss sie 2018 eine Weiterbildung an der Ostkreuzschule für Photographie ab. Seit 2019 ist Meergans Teil der von Künstler*innen betriebenen Galerie AFF in Berlin, einer Plattform für zeitgenössische Fotografie, die regelmäßig aufstrebende Künstler*innen präsentiert. Hier organisiert und kuratiert sie Ausstellungen. Ihre eigenen Arbeiten zeigte sie in mehreren Ausstellungen in Deutschland wie in der Ori Galerie (2017, 2019) oder der Fotogalerie Friederichshain (2021).

www.maidje.com

Benjamin Mengistu Navet
September – November 2021

Benjamin Mengistu Navet (1994) lebt und arbeitet in Brüssel. Sein Hauptanliegen ist, einen Dialog zwischen Industrie und Handwerk aufzubauen, um den Herstellungsprozess von Objekten zu untersuchen und zu hinterfragen. Basierend auf der Erforschung postkolonialer Praktiken auf dem Gebiet der Mode und der Textilien untersucht Benjamin derzeit seinen eigenen äthiopischen Hintergrund. Er entwickelt Muster und entwirft Kleidung; dabei kombiniert er traditionelle und industrielle Techniken miteinander. Mengistu Navet hat Modedesign an der Hochschule für Visuelle Kunst La Cambre (Brüssel) studiert und ein Studium mit einem Master in Textildesign an der Königlichen Akademie für Schöne Künste (KASK) in Gent abgeschlossen.

www.instagram.com/benjaminmengistunavet

Quang Vinh Nguyen
September – November 2020

Quang Vinh Nguyen (1995) ist Produktdesigner. Für seine Produktedesigns verwendet er nachhaltige Materialien und Prozesse; er interessiert sich für konkrete Lösungen auf noch ungewisse zeitgenössische Herausforderungen. Als Schweizer Designer mit vietnamesischen Wurzeln ist er sowohl mit abendländischen als auch mit asiatischen Denkweisen vertraut. So ist Quang Vinh Nguyen seit 2019 Mitbegründer eines multidisziplinären Projekts, das kulinarische und volkstümliche Traditionen Vietnams in verschiedenen Medien (z.B. Performances, Objekte oder Print) untersucht. 2019 erhielt Nguyen ebenfalls seinen Bachelor an der Hochschule für Kunst und Design in Lausanne (ECAL) mit Auszeichnung.

Edit Oderbolz
April – Juni 2022

Edit Oderbolz studierte an der Hochschule für Kunst in Basel. Die Beschäftigung mit Raum ist ein zentrales Thema in ihrer künstlerischen Arbeit. Ihre konzeptuellen Werke umfassen vorwiegend Objekte, Raumzeichnungen und Installationen. Sie leiten sich als subjektive Extrakte aus der unmittelbaren Umgebung und aus alltäglichen Architekturen ab. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf gesellschaftliche Merkmale und Strukturen. Die Arbeiten stellen immer auch kunstimmanente Fragen zu Zeichnung, Malerei, Form, Prozess und Vergänglichkeit. Ihre Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen international gezeigt, unter anderem im Crac Alsace Altkirch, im Kunstverein Nürnberg oder im Museum für Gegenwartskunst Basel. Für ihre künstlerische Tätigkeit wurde sie mehrfach mit Werkstipendien, Residencies und Preisen ausgezeichnet.

www.editoderbolz.ch

Adrian Pepe
April – Juni 2023

Adrian Pepe (1984) ist ein in Honduras geborener fiber artist, der derzeit in Beirut, Libanon, lebt. Seine Arbeit konzentriert sich auf textile Praktiken aus der Levante, wobei er Hand in Hand mit Kunsthandwerkern der Region arbeitet, alte Handwerkspraktiken ausgräbt und sie in zeitgenössische Stücke einwebt. Sein integrierter Ansatz verwebt Kultur, Geschichte und Performance mit Kunst, Design und Inneneinrichtung. In seiner Arbeit betreibt er eine Art Schattengrafie, indem er Objekte und Erfahrungen als Werkzeuge einsetzt, um einen offenen Diskurs über Materialität, unsere sich wandelnde Kulturlandschaft und unseren gegenwärtigen Zustand zu ermöglichen. Adrian Pepe erwarb einen Master of Arts am Savannah College of Art and Design (SCAD) in den Vereinigten Staaten. Im Jahr 2021 gewann Adrian Pepe das SCAD Alumni Atelier Grant und den Fiber Arts Network: FELT Fiber Transformed Award. Zu den Einzel- und Gruppenausstellungen gehören Beirut Concept auf der Dubai Design Week, VAE (2021); Entangled Matters in der Agial Gallery, Beirut, Libanon (2021); Harvest: Mushroom Explorations auf der Beirut Design Week, Libanon (2016); Hair Explorations in der Non-Fiction Gallery, Savannah, GA (2013); und Seoul Design Fair, Südkorea (2010).

Olaniyi Rasheed Akindiya
April – Juni 2022

Geboren 1973 in Lagos, Nigeria, arbeitet Olaniyi Rasheed Akindiya aka AKIRASH abwechselnd zwischen seiner Heimatstadt und dem texanischen Austin. Seine Arbeiten sind von traditionellen Textilien und dem ikonischen Webhandwerk in Nigeria und Ghana inspiriert. AKIRASH erforscht die Rolle von Textilien in der nigerianischen Gesellschaft, die ungeschriebene Geschichte der industriellen Stickerei des Landes, sowie den Handel mit Europa. Vor seinem Abschluss der angewandten Kunst am Institute of Textile Technology Art & Design 1995 in Lagos, studierte der Künstler Biochemie an der Federal University of Agriculture in Abeokuta, Nigeria. Neben zahlreichen Ausstellungen und Residencies weltweit, wurde der Künstler 2021 mit dem Contemporary Black Art Award des African American Arts & Music Festival in Michigan, USA, ausgezeichnet.

www.artwithakirash.com

Selina Reiterer und
Oliver Maklott
September – November 2020

Selina Reiterer ist Künstlerin und Textilentwerferin. Nach ihrem Design-Studium in Berlin und Paris arbeitete sie in verschiedenen Kooperationen und forschte an der ETH Zürich im Rahmen eines Projekts an der Verknüpfung von Technologie- und Designperspektiven. Mit textilen und klangorientierten Rauminstallationen untersucht sie seither die Beziehungen zwischen Objekt und Resonanz. Oliver Maklott ist Medienkünstler. Nach der Lehre im Bereich Nachrichtenelektronik studierte er elektronische Musik und Tontechnik in Wien. Er ist Mitbegründer verschiedener Organisationen, die für Künstlerinnen und Künstler im Musik und Medienbereich reale und virtuelle Räumen zum Experimentieren und Präsentieren erschaffen. Selina Reiterer und Oliver Maklott spannen mit ihrem Interesse für Handwerk, Form und Technologie zusammen; sie glauben beide, dass mehrfach sensorische Wahrnehmungen in der technologischen Entwicklung unsere Visionen bereichern können. Ihre jeweilige künstlerische Praxis fliesst in Kompositionen aus verschiedenen Medien zusammen, insbesondere zu solchen mit haptischer Oberfläche und mit Ton.

www.selinareiterer.com

Otto Rummukainen
September – November 2022

Otto Rummukainen (geb. 1993, Jyväskylä) ist ein multidisziplinärer Künstler, der zwischen den Bereichen Kunst und Design arbeitet. Er hat einen Master im Studiengang Mode, Bekleidung und Textil der Aalto-Universität abgeschlossen. Neben dem Textildesign beschäftigte sich Rummukainen während seines Studiums auch mit Keramik- und Glaskunst. Anstatt den Betrachter*innen eine eindeutige Sichtweise vorzulegen, regt Rummukainen diese vielmehr dazu an, ihre eigene Perspektive auf die Werke zu finden. In der Form orientiert sich Rummukainens naiver Stil an Kinderzeichnungen. Inhaltlich setzt sich der Künstler aber mit verschiedenen, tiefgründigen und dunklen Themen auseinander. So interessiert sich Rummukainen besonders für die Höhen und Tiefen des Lebens. Durch diese Ereignisse schafft Künstler eine fiktive Welt, in der man für einen Moment dem Alltag entfliehen kann.

Chun Shao
April – Juni 2023

Chun Shao ist eine Multimedia-Künstlerin, deren Forschungsinteressen den Bereich der Multimedia-Installation, E-Textilien, spekulatives Design und datengesteuerte Kunst umfassen. Sie studierte Bildende Kunst an der Kunstakademie in Hangzhou in China und schloss ihr Studium an der School of Art Institute of Chicago im Fachbereich Performance ab. 2019 promovierte sie in Philosophie an der University of Washington am Center for Digital Arts and Experimental Media. Ihre jüngste Forschung konzentriert sich auf interaktive Textilien und erforscht die Poetik zwischen Berührung und Emotion. Von 2014 bis 2018 unterrichtete Shao an der University of Washington in Seattle, neben zahlreichen Ausstellungen, Auszeichnungen und Residencies.

Nelli Singer
September – November 2022

Nelli Singer is a textile designer with a focus on active materials research. Her interest is in innovative material structures and the experimental process of their design. Her creative work is characterized by her interdisciplinary approach involving design, art, architecture, natural sciences and technology. Nelli Singer gained a Master of Arts in textile and surface design at the Weissensee school of art in Berlin. Since September 2020 she has been part of Cluster of Excellence "Matters of Activity". Exhibits of her works, "knitted active wooden structures", have been shown at the Humboldt Forum under the heading "Active Curtain" and in the Tieranatomisches Theater entitled "Stretching Materialities".

vimeo.com/nellisinger

Axelle Stiefel

Axelle Stiefel ist eine in Genf lebende französisch-schweizerische Künstlerin. Ausgehend von Situationen baut ihr Ansatz auf der Erfahrung performativer und filmischer Apparate auf. Sie verfolgt eine Forschungslinie, den roten Faden, die aus eine Metaphorologie des Textilen besteht und die es ihr ermöglicht, die Begriffe Kontinuität und Beständigkeit zu hinterfragen. Eingebettet in verschiedene Organisationen denkt die Künstlerin Ihre Arbeit durch Interaktion und Integration. Diese Eigenschaften führen sie dazu, sich in den Bereichen Design, Konzeptentwicklung und Beratung zu engagieren.

Andrea Winkler
September – November 2021

Andrea Winkler (1975) interessiert sich für raumgreifende Szenarien und Wiederaufführungen von Versatzstücken aus der Alltagswelt; ihre Werke bewegen sich zwischen Installation, Skulptur und Objet trouvé. In diesen Dingcollagen und szenischen Komplexen spiegelt sich ihr Interesse an Bühnenhaftigkeit und Theatralität, Warenfetischismus, Sicherheits- und Verwertbarkeitsdenken. Die Künstlerin studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und erhielt 2003 einen Master in Fine Art Media von der Slade School in London. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt wie zuletzt im HMKV in Dortmund (2021), im Salon Plastique in Berlin (2018) oder bei Devening Projects in Chicago (2017). Die Künstlerin erhielt zudem 2019 den Innogy VISIT Award und den Förderbeitrag der UBS Kulturstiftung für ihre Recherchen zur Post-Digitalität und neuem Materialismus.

www.andreawinkler.org