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Trägerschaft

Das Kulturförderprogramm TaDA wurde von den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau gemeinsam lanciert. Mitglieder der Trägerschaft sind die drei Ämter für Kultur.

www.kulturamt.tg.ch
www.ar.ch/kulturfoerderung
www.kultur.sg.ch

Kuratorium
Martin Leuthold
Textilgestalter

Nach seiner Ausbildung zum Stickereidesigner trat Martin Leuthold 1973 in das Textilunternehmen Jakob Schlaepfer ein. Von 1989 bis 2018 war er dort Creative Director und Mitglied der Geschäftsleitung; mit seinem Team entwarf er jedes Jahr über tausend Stoffe für die Modewelt. Seine exklusiven textilen Kreationen spielten eine entscheidende Rolle bei der Setzung von Modetrends. 2004 konzipierte er zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens Jakob Schlaepfer die Ausstellung «bling bling – Traumstoffe aus St.Gallen» im Landesmuseum Zürich. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Preise, darunter den Grand Prix Design des Schweizer Bundesamtes für Kultur und den renommierten American Cotton Design Award. Heute arbeitet er in seinem privaten Atelier.

Barbara Karl
Direktorin Textilmuseum St.Gallen

Die promovierte Kunsthistorikerin Barbara Karl hat in Wien und Innsbruck studiert und leitet seit 2017 das Textilmuseum St.Gallen. Zuvor war sie Kuratorin für Textilien und Teppiche im MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien. Sie verfasste Publikationen zu den Netzwerken des frühneuzeitlichen Austauschs von Kunstobjekten zwischen Ost und West, schrieb über die indische Textilproduktion für den Export, über osmanische Fahnen als Beutestücke im Wiener Kontext oder über den diplomatischen Geschenkaustausch zwischen Sultan und Kaiser. Seit 2010 hat Barbara Karl Ausstellungen im MAK und im Textilmuseum St.Gallen zu den Themen Modeaccessoires, zu höfischen chinesischen Textilien, zur englischen Arts & Crafts-Bewegung und zur Thematik der Spitzen kuratiert.

Marta Monstein
Leiterin Kulturamt Thurgau
Vertreterin Trägerschaft

Martha Monstein hat Anglistik, Germanistik und Kulturmanagement studiert. Seit 2014 ist sie als Leiterin des Kulturamts des Kantons Thurgau zuständig für die Bereiche Kulturförderung, Kulturvermittlung und Kulturpflege. Sie ist eine der Initiantinnen der Textile and Design Alliance. Ihre berufliche Karriere im Kulturbereich begann sie als Redaktorin bei einem Lokalradio. Anschliessend war sie als Programmverantwortliche in Zürcher Kulturzentren tätig und übernahm Produktionsleitungen und die Tourneeorganisation für renommierte Theater- und Tanzgruppen. Von 1993 bis 2001 war Martha Monstein Co-Leiterin der Fachstelle Kultur des Kantons Aargau. Zunächst Stiftungsrätin bei der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia übernahm sie von 2001 bis 2013 die Abteilung «Theater».

Markus Müller
Künstler

Markus Müllers künstlerisches Hauptinteresse liegt im Bereich der räumlichen Darstellung. Seine Arbeit, die das Potenzial handwerklicher Praxis in der heutigen Gesellschaft untersucht, wurde in Institutionen im In- und Ausland gezeigt, so im Kunstmuseum Basel, im Kunsthaus Glarus, im «Néon – diffuseur d’art contemporain» in Lyon oder in den «Cafe Gallery Projects» in London. Permanente Interventionen im öffentlichen Raum – sei es in Basel, St.Gallen, Winterthur oder Teufen – erlauben ihm, seine Fragestellungen in den Alltag einer urbanen Umgebung einfliessen zu lassen. Markus Müllers Arbeit wurde mit dem Swiss Art Award, dem Manor Kunstpreis und der Mitgliedschaft am Schweizer Institut in Rom ausgezeichnet. Seit 2010 unterrichtet er an der Hochschule der Künste Bern HKB.

Rene Rossi
Wissenschafter, Empa

René Rossi arbeitet seit über 25 Jahren als Forscher an der Empa, dem Schweizer Materialforschungsinstitut der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH. Er hat angewandte Physik studiert und an der ETH Zürich in technischen Wissenschaften promoviert. Seit 2003 leitet er die Abteilung «Biomimetic Membranes and Textiles», ein interdisziplinäres Forschungsteam von rund 40 Naturwissenschaftlern und Ingenieuren. René Rossi ist Dozent für Thermoregulation und Sporttextilien an der ETH Zürich und Gastprofessor an der Université de Haute-Alsace in Mulhouse. Sein Forschungsschwerpunkt sind intelligente Textilien, insbesondere faserbasierte Sensoren für Körpermonitoring und Hybridfasern zur kontrollierten Substanzabgabe.

Rebecca C. Schnyder
Autorin

Rebecca C. Schnyder arbeitet als freie Schriftstellerin in St.Gallen. Sie schreibt Dramen, Lyrik, Prosa und Hörspiele. Für ihre schriftstellerische Arbeit erhielt Rebecca C. Schnyder mehrere Auszeichnungen, darunter den «Preis für das Schreiben von Theaterstücken» der Schweizerischen Autorengesellschaft, den Jurypreis des Autorenfestivals «SALZ!» am Theater Lüneburg, den Publikumspreis beim Autorenwettbewerb der Theater Konstanz und St.Gallen sowie zuletzt den Förderpreis der St.Gallischen Kulturstiftung. 2013/2014 nahm Rebecca C. Schnyder am «Dramenprozessor» im Theater Winkelwiese in Zürich teil und wurde 2015 mit «Alles trennt» zum renommierten «Heidelberger Stückemarkt» eingeladen. 2016 erschien ihr Debütroman «Alles ist besser in der Nacht» im Dörlemann Verlag, Zürich.

Peter Trinkl
CSO Saurer AG

Peter Trinkl ist Diplomingenieur und hat ein MBA-Studium absolviert. Er ist Chief Strategy Officer und CIO der Saurer Gruppe und seit mehr als zehn Jahren in der Textilmaschinenindustrie tätig. Peter Trinkl ist gegenwärtig für die strategische Ausrichtung, die Unternehmensentwicklung sowie die Digitalisierung der Saurer Gruppe verantwortlich. Zuvor war er in der Telekommunikations- und in anderen High-Tech-Industrien tätig. Er verfügt über eine reiche Erfahrung sowohl in der Leitung von börsennotierten Unternehmen als auch von Start-ups und als Verwaltungsratsmitglied. Er hatte globale Führungspositionen bei Siemens, e.On, Cablecom, Orange und Swisscom inne. Darüber hinaus war er Partner einer internationalen Merger & Acquisition Firma und Advisor für einen Venture Capital Fond.

Sebastian Lanz
Fair Fashion Unternehmer
Gastmitglied Residency 2021

Nach seinem Studium in Journalismus und Kommunikation an der ZHAW in Winterthur hat es Sebastian Lanz bald wieder in die Uhrenindustrie zurückgezogen, wo er schon früher tätig war. Als Marketingleiter konnte er ein kleines Startup mitaufbauen. Sich und die Welt der teuren Uhren immer mehr hinterfragend, hat er sich 2010 entschieden, sich in seiner Arbeitszeit lieber etwas widmen zu wollen, dass einen Teil dazu beiträgt, die akuten sozialen und ökologischen Probleme der Zeit zu lösen. So wurde RRREVOLVE geboren, damals noch rein als Online-Shop. Heute betreibt Sebastian Lanz daneben auch noch zwei Läden in Zürich unter dem selben Namen. Die drei R stehen für Reduce, Reuse und Recycle und das Angebot umfasst ein breites Sortiment an Fairer Mode und nachhaltigen Alternativen für den Alltag.

Partner
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Die Brubo GmbH ist ein Unternehmen, das in der Herstellung und dem Handel von hochwertigen Baumwollstoffen tätig ist. Im Produktionsbetrieb in Speicher werden Stoffe vorwiegend für den Export gewebstickt, geschert und konfektioniert. Eine Spezialität ist das jahrzehntelang aufgebaute Know-how in Bezug auf Scherli-Qualitäten. Seit Anfang 2019 widmet sich die Brubo der etwas in Vergessenheit geratenen Appenzeller Plattstichweberei. Dank Investitionen in eine neue Technologie kann die Firma das Plattstichmuster wieder anfertigen und damit ein altes Erbe aufleben lassen.

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Die Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) ist das interdisziplinäre Forschungsinstitut des ETH-Bereichs für Materialwissenschaften und Technologie. Als Brücke zwischen Forschung und praktischer Anwendung erarbeitet sie innovative Lösungen in den Bereichen nanostrukturierter, «smarter» Materialien, Umwelt-, Energie- und nachhaltiger Gebäudetechnologien sowie im Bereich der Bio- und Medizinaltechnologien. Die Empa setzt die Forschungsergebnisse gemeinsam mit Industriepartnern in marktfähige Innovationen um.

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Die Filtex AG besteht seit 1919 und ist nach wie vor im Besitz der Gründerfamilie. Als führendes Handels- und Produktionsunternehmen beliefert die traditionsreiche Firma weltweit Kunden mit Baumwoll-Feingeweben, Nouveautés, Stickereien, Heimtextilien und Rohwaren. Im Zentrum stehen die Anforderungen an aussergewöhnliche Ästhetik, hervorragende Qualität und innovatives Design.

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Das Kleinunternehmen Lobra AG in Thal hat sich auf die Veredelung und das Konfektionieren unterschiedlichster Folien- und Bahnenmaterialien spezialisiert. Aus einem breiten Sortiment an Basisfolien können Pailletten aller Art mittels Thermosublimationsdruck ausgestanzt und überdruckt werden.

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Seit über 20 Jahren entwickelt, produziert und vertreibt die Rigotex AG im Toggenburg mit rund zwanzig Mitarbeitenden hochwertige Gastro- und Heimtextilien. Das ganze Sortiment wird in der eigenen Manufaktur auf acht Webmaschinen von Sulzer Rüti produziert. Nebst strapazierfähigen und preiswerten Produkten für Kunden aus dem Gastronomiebereich stellt Rigotex auch individuell gestaltete Heim- und Wohntextilien her.

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1853 in St.Gallen von Franz Saurer als Eisengiesserei gegründet, ist Saurer heute ein führendes, weltweit agierendes Schweizer Technologieunternehmen mit Fokus auf Maschinen, Komponenten und Software zur Verarbeitung von Stapelfasern und Garnen. Das Traditionsunternehmen besteht einerseits aus dem Segment «Spinning Solutions», welches qualitativ hochwertige, technologisch fortgeschrittene und automatisierte Lösungen für die Verarbeitung vom Ballen zum Garn anbietet. Im anderen Segment, «Saurer Technologies», hat das Unternehmen sich auf Zwirn- und Sticklösungen sowie auf Komponenten im Bereich Speziallager und Polymerlösungen für die Industrie spezialisiert.

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1868 errichtet Rudolph Schoeller in Schaffhausen eine der ersten Kammgarnspinnereien der Schweiz. Einige Jahre später kauft er eine weitere Tuchfabrik in Sevelen dazu. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts kommen neuartige Fasern wie Polyamid oder Elasthan aus den USA nach Europa; Schoeller greift diesen Trend auf und fertigt selbst die ersten elastischen Stoffe. Seither entwickelt und produziert Schoeller hochfunktionelle Textilien und innovative Textiltechnologien für Sport, Arbeit, Lifestyle, Schutz, Medizin und technische Anwendungen.

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Auf dem Industrieareal im Sittertal bei St.Gallen befindet sich die Stiftung Sitterwerk mit ihrer Kunstbibliothek, dem Werkstoffarchiv und dem Atelierhaus. In unmittelbarer Nachbarschaft stehen auch das Kesselhaus Josephsohn, die Kunstgiesserei St.Gallen AG und das Fotolabor. Dieses dichte Netzwerk zeichnet sich durch die Durchdringung von Kunstproduktion und Handwerk sowie deren Erforschung, Erhaltung und Vermittlung aus.

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Die Textilcolor AG mit Sitz in Sevelen im St.Galler Rheintal wurde 1978 gegründet. Als Spezialistin für Textilchemie steht die Textilcolor für die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Textilhilfsmitteln, Textilfarbstoffen, Pigmenten und optischen Aufhellern. Textilcolor bietet technische Beratung und Kompetenz in allen Bereichen der Textilherstellung und -veredelung.

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Seit 1903 produziert die Textildruckerei Arbon als eine der letzten existierenden Handsiebdruckereien auf ihren über 50 Meter langen Drucktischen Hand- und Flachfilmdrucke auf höchstem Niveau. Als Kleinstbetrieb hat sie sich fast komplett der Produktion von Nischenprodukten verschrieben, seien es die weitum bekannten traditionellen Schweizer Stoff-Kalender oder die in Handarbeit gefertigten Stoffe für die internationalen Laufstege. Zudem verfügt die Textildruckerei ein Archiv mit über 3000 Sieben.

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Das 1878 gegründete Textilmuseum St.Gallen beherbergt eine der bedeutendsten Textilsammlungen der Schweiz. Gewebe und Stickereien aus aller Welt, Musterbücher, Entwurfszeichnungen und Fotografien illustrieren die Geschicke der Schweizer Textilindustrie zwischen regionaler Verbundenheit und internationalen Verflechtungen. Neben der Dauerausstellung «Fabrikanten & Manipulanten» über die Ostschweizer Textilgeschichte präsentiert das Textilmuseum regelmässig Sonderausstellungen zu ausgewählten Themen aus den Bereichen Textilgeschichte, Mode und Design.

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Tisca, ein 1940 gegründetes und noch immer im Dorf Bühler domiziliertes Familienunternehmen, ist heute eine weltweit tätige Firmengruppe. Sie entwickelt hochwertige Textilien für den Aussen- und Innenbereich, insbesondere Teppichböden, Textilien für den Transportbereich und textile Sportbodenbeläge. Dabei werden die Möglichkeiten von Textilien wie die Beeinflussung der Luftfeuchtigkeit, die staub- und bakteriendämpfende Wirkung oder auch die Wärme- und Schallisolation stetig und unter hohen ästhetischen Ansprüchen weiterentwickelt.

Dank

Herzlichen Dank für
die Unter­stützung

Kantonen

Amt für Kultur Appenzell Ausserrhoden
Amt für Kultur St.Gallen
Kulturamt Thurgau

Stiftungen

Bertold-Suhner-Stiftung
Dr. Fred Styger Stiftung
Knechtli-Kradolfer-Stiftung
Metrohm Stiftung
Steinegg Stiftung

Sponsoren

ZIK Immo AG