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Aktuell
 

Talk in der Ausstellung The Bigger Picture und Eröffnungsanlass der Sonderprässentation Textilindustrie & Artists in Residence

Mit Marianne Burki, Leiterin TaDA Textile and Design Alliance und weiteren Gästen

Die Sonderpräsentation Textilindustrie & Artists in Residence zeigt eine Auswahl an aktuellen Arbeiten von Residents und öffnet vom 21. April bis 18. Juni 2023 ein Fenster in das Förderprogramm TaDA.

Treffpunkt: in der Ausstellung in der 1. Etage.

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Vom 21. April bis 18. Juni 2023 bietet die Sonderpräsentation Textilindustrie & Artists in Residence im Gewerbemuseum Winterthur einen Einblick in das Pilotprojekt TaDA, das 2019 von den Kulturämtern Appenzell Ausserrhoden, Thurgau und St.Gallen lanciert wurde. Textilindustrie & Artists in Residence vertieft einen Bereich der Ausstellung The Bigger Picture: Design – Frauen – Gesellschaft.

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Vergangenheit
 

Nachhaltige Produktion?

Die diesjährige Spinnerei geht Fragen der nachhaltigen Produktion in der Textilindustrie nach. ExpertInnen aus unterschiedlichen Disziplinen stellen ihre Projekte und Visionen zum Thema zur Diskussion.

Zudem präsentieren die aktuellen TaDA Residents die ersten Resultate ihrer dreimonatigen Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen. Künstlerische Interventionen begleiten die TaDA Spinnerei, die in Zusammenarbeit mit der TaDA Partnerorganisation Empa durchgeführt wird.

Der Anlass beginnt mit einer Führung durch die Empa. Der Fokus liegt dabei auf denjenigen Laboren, die von TaDA residents besonders intensiv genutzt wurden. Im Anschluss geben die KünstlerInnen und DesignerInnen Einblick in ihre Projekte und Prozesse, die in Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen entstanden sind. Zwei Workshops loten wichtige Fragen zur Nachhaltigkeit in der Produktion im Gespräch mit dem Publikum aus.

TaDA Textile and Design Alliance ist ein Pilotprogramm der Kulturförderung der Kantone Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau. Es beruht auf der Begegnung und Zusammenarbeit von Kultur und Textilwirtschaft. Das Programm lädt über eine internationale Ausschreibung Kulturschaffende aller Sparten zu einem dreimonatigen Arbeitsaufenthalt ein und bringt sie mit den Ostschweizer Textilfirmen zusammen. Ziel ist, beiden Bereichen durch Austausch und Kreativität neue Möglichkeiten und Zugänge zu Kreativität und Produktion zu erschliessen.

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Anmeldung

 

Wie geht langfristiges Arbeiten im Bereich Textil und Mode? Und wie verbindet sich Nachhaltigkeit mit gesellschaftlichen Fragen?

Diese Fragen werden diskutiert von:

18:00 – 18:40
Sabine Portenier, Modedesignerin, Schweiz
Otto Rummukainen, Künstler, Designer, Finnland (TaDA Resident)
Nelli Singer, Textildesignerin, Deutschland (TaDA Residentin)
(Diskussion in deutsch)

18:40 – 19:25
Susanne Rudolf, Fashion Revolution Schweiz
Ana Micaela Fernández Martín, Künstlerin, Spanien, (TaDA Residency)
Victoria Manganiello, Künstlerin, Designerin, Pädagogin und Organisatorin, USA (TaDA Residency)
(Diskussion in English)

19:25 – 19:35
Schlussbetrachtungen mit Mandana Roozpeikar, Direktorin Textilmuseum St.Gallen
(english)

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA

Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA unter Mitarbeit von Marius Quilibier, Praktikant TaDA

Das Gespräch findet in Englisch und Deutsch statt



Biografien

Sabine Portenier führt die Firma Suburban Collective, welche im Bereich Fashion Design, Interior Design, Consulting und Innenarchitektur tätig ist. Daneben leitet Sabine das Nähwerk IDM, eine textile Fachschule und Produktion. Prägend für ihr heutiges Schaffen waren ihre früheren Positionen bei HUGO in Deutschland und Didier & Angelo in Paris. Auch ist sie an verschiedenen Hochschulen als Gastdozentin tätig. Sabine vereint traditionelles Handwerk mit wirtschaftlich und ökologisch verantwortungsvoller Produktentwicklung und lokaler Produktion. Dies hat ihr in der Szene viel Anerkennung verschafft. Sie gewann unter anderem zweimal den Eidgenössischen Preis für Design, den grossen Kulturpreis der Stadt Thun und wurde mit dem Goldenen Hasen des Architekturmagazins Hochparterre ausgezeichnet.

Susanne Rudolf ist die Schweizer Country-Koordinatorin von Fashion Revolution, der weltweit grössten Bewegung für faire und ökologische Mode. Die studierte Ethnologin verfügt aufgrund ihrer Arbeit bei diversen Unternehmen und Nonprofit-Organisationen über ausgewiesene Kenntnisse in den Bereichen Marketing, Fundraising und Campaigning. Sie nutzt nun diese Erfahrungen, um die Anliegen von Fashion Revolution in der Schweiz zu etablieren und voranzutreiben.


TaDA residents:

Ana Micaela Fernandez Martin ist eine multidisziplinäre Künstlerin aus Santander, Spanien. Sie hat sich auf die Verbindung von Zeichnungen und Textilien spezialisiert und ist auf der ständigen Suche nach neuen grafischen Ausdrucksformen, die Illustration und Weberei miteinander verbinden; Letztere betrachtet sie als Medium, um Geschichten zu erzählen. Durch Malen und Zeichnen, Siebdruck, Prägung, Gravur und andere vorbereitende und veredelnde Verfahren erweckt sie die Textilien in ihrem künstlerischen Schaffen zum Leben. 2021 hat Micaela Fernández Martí an der Universität von Vigo und an der ESDEMGA (Galizien) einen Abschluss in Bildender Kunst und Modedesign mit Auszeichnung erworben und unterrichtet derzeit in der Factoria Cultural (Aviles, Asturien) zu Interventionsmethoden auf Naturtextilien.

Victoria Manganiello ist eine amerikanische Künstlerin, Designerin, Pädagogin und Organisatorin, die hauptsächlich mit Textilien arbeitet. In ihren jüngsten Projekten beschäftigt sie sich mit Themen wie Frauenarbeit, Technologie und Lebensmitteln. Manganiello studierte Kunstgeschichte am Skidmore College und schloss 2015 mit einem Master in Art Education & Community Practice an der New York University ab. Nach Residencies am Icelandic Textile Center in 2021 oder am Australian Tapestry Workshop 2022 in Melbourne freut sich TaDA Manganiello in der Ostschweiz begrüssen zu dürfen. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa, Taiwan und den USA gezeigt; Unter anderem im Tang Museum (2022), im Museum of Art and Design (2019), Bozar (2020) und an der Ars Electronica (2020). Weitere Aufträge erhielt Manganiello beispielsweise von Wave Farm, der S&R Foundation, dem Center for Craft, dem Wallstreet Journal, Harvest Works und der Air Gallery. Seit 2017 ist sie Professorin an der New York University und an der Parsons School of Design.

Otto Rummukainen ist ein multidisziplinärer Künstler, der zwischen den Bereichen Kunst und Design arbeitet. Er hat einen Master im Studiengang Mode, Bekleidung und Textil der Aalto-Universität abgeschlossen. Neben dem Textildesign beschäftigte sich Rummukainen während seines Studiums auch mit Keramik- und Glaskunst. Anstatt den Betrachter*innen eine eindeutige Sichtweise vorzulegen, regt Rummukainen diese vielmehr dazu an, ihre eigene Perspektive auf die Werke zu finden. In der Form orientiert sich Rummukainens naiver Stil an Kinderzeichnungen. Inhaltlich setzt sich der Künstler aber mit verschiedenen, tiefgründigen und dunklen Themen auseinander. So interessiert sich Rummukainen besonders für die Höhen und Tiefen des Lebens. Durch diese Ereignisse schafft Künstler eine fiktive Welt, in der man für einen Moment dem Alltag entfliehen kann.

Nelli Singer ist Textildesignerin mit einem Schwerpunkt auf aktiver Materialforschung. Ihr Interesse gilt innovativen Materialstrukturen und dem experimentellen Prozess ihrer Gestaltung. Ihre kreative Arbeit zeichnet sich durch einen interdisziplinären Ansatz aus, der Design, Kunst, Architektur, Naturwissenschaften und Technik einbezieht. Nelli Singer absolvierte einen Master of Arts in Textil- und Flächendesign an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin. Seit September 2020 ist sie Teil des Exzellenzclusters "Matters of Activity". Ausstellungen ihrer Arbeiten, "gestrickte aktive Holzstrukturen", wurden im Humboldt Forum unter dem Titel "Active Curtain" und im Tieranatomischen Theater unter dem Titel "Stretching Materialities" gezeigt.

 

Seit April arbeiten die TaDA Residents Olaniyi R. Akindiya Akirash, Laura Deschl und Edit Oderbolz in der Ostschweiz mit den Partnerfirmen von TaDA. Nun stellen sie Resultate und Prozesse aus dieser Zusammenarbeit vor.

Begrüssung durch Giovanni Carmine, Direktor Kunst Halle Sankt Gallen, und Marianne Burki, Leiterin TaDA

Präsentationen der TaDA Residents:
– Olaniyi R. Akindiya Akirash, Künstler
– Laura Deschl, Sozialdesignerin und Kunstforscherin
– Edit Oderbolz, Künstlerin

In seinen performativen Aktivitäten erkundet Olaniyi R. Akindiya Akirash die Kontraste zwischen Stadt und Land und sondiert gesellschaftliche Traumata und wie diese subjektiv erlebt werden. Er untersucht die Rolle von Textilien in der afrikanischen Gesellschaft und den Handel mit Europa. Während seines Aufenthalts, einer Kooperation mit Pro Helvetia Johannesburg, schuf eine Reihe von Arbeiten in unterschiedlichsten Materialisierungen.

Laura Deschl experimentierte mit Stickerei, industrieller Weberei, Druck und 3D-Strukturen auf Textilien. Ihre Hauptinstallation "Inherited Feelings" steht im Zusammenhang mit ihrer Forschung über therapeutische Textilien. Sie hat einen Stoff entwickelt, der Hunderte von kleinen Massagekugeln enthält und so eine stimulierende Körpererfahrung ermöglicht.

Edit Oderbolz reflektiert unter anderem über die Rolle von Stoffen als Membran zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten. Während des Aufenthalts arbeitete sie am Vorhang - einem wiederkehrenden Objekt in ihrer Arbeit - als textilem Element an der Schnittstelle zwischen Innen und Aussen.

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA

Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA

Das Gespräch findet in Deutsch und Englisch statt

Anschliessend Apero

 

Die textile Produktion ist von einer ausgeprägten globalen Verknüpfung geprägt. Wie zeigt sich diese heute in der täglichen Arbeit und wie haben sich die Prozesse in den letzten Jahren verändert?

Diese Fragen werden diskutiert von:

– Olaniyi Rasheed Akindiya, Künstler, TaDA Resident
– Laura Deschl, Sozialdesignerin und Kunstforscherin, TaDA resident
– Edit Oderbolz, Künstlerin, TaDA resident
– Detlef Fischer, CEO Textilcolor AG, Sevelen
– Roman Wild, Kurator Wissenschafts- und Forschungprojekte Textilmuseum St.Gallen
– Marianne Burki, Leiterin TaDA, moderation

Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA

Das Gespräch findet in Englisch statt.

 

Um Anmeldung bis am 20. Mai 2022 wird gebeten an sik@sik-isea.ch. Die Platzzahl ist beschränkt. Die Teilnahme ist kostenlos.


Edit Oderbolz und Markus Müller sprechen über die Wahrnehmung und Transformation von Raum und Material mit Marianne Burki (Kunsthistorikerin, Leiterin TaDA Textile and Design Alliance) und Isabel Zürcher (freie Kunsthistorikerin und Autorin Kunstbulletin); Begrüssung Patricia Bieder (SIK-ISEA). Im Anschluss Apéro

Villa Bleuler Gespräche

Eine Kooperation des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) und des Kunstbulletins

Im Rahmen der Villa Bleuler Gespräche befragen Fachleute Schweizer Kunstschaffende zu ihrer künstlerischen Praxis Anhand ausgewählter Werkbeispiele kommen gesellschaftliche, technische und wissenschaftliche Aspekte zur Sprache. Ausgangspunkt für die Veranstaltungsreihe ist die Grundlagenarbeit des SIKART Lexikons und des Schweizerischen Kunstarchivs sowie des Kunstbulletins.

 

Black History Month Belgium x Please Add Color
presents 2 group shows : ASSEMBLY (An Assembly of Years in Arts) curated by Kevin Kotahunyi


Aartists: AmatDe La Gueye; Anthony Ngoya; Bayunga Kia Leuka; Benjamin Mengistu Navet; Carl Knight Hultin; David Katshiunga; Deniz Pasha; Dion Rosina; Emilia Chinwe Brys; Eugenie Boon; Gilles Njaheut Valer; Hedy Tjin; Inès Eshun; Joseph Munyao Mutuku; Kenan Vanel Lamiel; Kenneth James; Khalil Joseph; Lisa Uchechi ljeoma; Marc Martha; Nokukhanya Langa; Pol Oliver; Samuel Lemba; Shamisa Debroey; Wes Mapes; Zoè Nkwuge

 

Was bringt Ostschweizer Textilunternehmen dazu, Künstlerinnen und Designern aus aller Welt Zugang zu ihren Maschinen zu gewähren? Und was entsteht aus dieser Zusammenarbeit? An der zweiten TaDA Spinnerei werden wiederum Resultate und Prozesse aus der TaDA Residency 2021 präsentiert. Am anschliessenden Round-Table diskutieren Textilunternehmer und eine Marktforscherin über Trends und die textilen Produktion– und was die multidisziplinäre Arbeit damit zu tun hat.

TaDA Textile and Design Alliance ist ein Pilotprogramm der Kulturförderung der Kantone Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau. Es will genau diese Begegnung und Zusammenarbeit von Kultur und Textilwirtschaft anstossen. Das Programm lädt über eine internationale Ausschreibung Kulturschaffende aller Sparten zu einem dreimonatigen Arbeitsaufenthalt ein und bringt sie mit den Ostschweizer Textilfirmen zusammen. Ziel ist, beiden Bereichen neue Möglichkeiten und Zugänge zu Kreativität und Produktion zu erschliessen.

Wichtig: Um an den Veranstaltungen teilnehmen zu können, müssen Sie ein gültiges Covid-Zertifikat vorlegen und sich hier anmelden.

PROGRAMM

14.00
Textildruckerei Arbon, Textilstrasse 2 [Sign up]

Einblicke in die Produktion TaDA mit den Residents Sonia Li, Benjamin Mengistu Navet, Tobias Kaspar, Andrea Winkler und Martin Schlegel, Textildruckerei
Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA

14.45
Transfer ins Textilmuseum St.Gallen mit einem Saurer Nostalgiebus [Sign up]

15.45
Textilmuseum St.Gallen, Vadianstrasse 2 [Sign up]

Begrüssung: Martha Monstein, Trägerschaft TaDA und Marianne Burki, Leiterin TaDA Moderation: Meret Ernst, Designspezialistin
Präsentationen der Residents: Resultate und Prozesse TaDA
– Sonia Li
– Andrea Winkler
– Benjamin Mengistu Navet
– Tobias Kaspar

17.50
Round Table – Textile trends
Moderation: Meret Ernst

Keynote: Nina Burger, Senior Research Manager, GIM Suisse (Gesellschaft für innovative Markforschung); Peter Trinkl, CSO Saurer AG; René Rossi, Wissenschafter, Empa; Martin Leuthold, Textilgestalter

19.00
Performance von Selina Reiterer und Oliver Maklott, TaDA Residents 2020

Anschliessend apéro riche

 

Textilien erfüllen eine Vielzahl von Funktionen in fast allen Lebensbereichen. Sie können sich unterschiedlichsten Kontexten anpassen, sei es Architektur, Mode oder Medizin. Hightech-Materialien und traditionelle Spitzen werden auch heute gleichermassen produziert. Was sollten Textilien heute können? Und wie können sich Unternehmen in diesen Spannungsfeldern entwickeln?

Peter Trinkl, CSO Saurer AG

Andrea Winkler, Künstlerin, TaDA Resident

Sonia Li, Künstlerin, TaDA Resident

Ilona Kos, Leitung Bereich Sammlung + Bibliothek, Kuratorin, Textilmuseum St.Gallen

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA

Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA

©Foto: Sonia Li

Das Gespräch findet in englisch statt.


ANMELDUNG

Vergessen Sie nicht, Ihr Covid-Zertifikat und Ihre Identitätskarte mitzubringen.

Veranstaltungsort: Textilmuseum St.Gallen, Vadianstrasse 2, 9000 St.Gallen

Information: info@tada-residency.ch


Biografien

Peter Trinkl ist Chief Strategy Officer und CIO der Saurer Gruppe und seit mehr als zehn Jahren in der Textilmaschinenindustrie tätig. Peter Trinkl ist gegenwärtig für die strategische Ausrichtung, die Unternehmensentwicklung sowie die Digitalisierung der Saurer Gruppe verantwortlich. Er verfügt über eine reiche Erfahrung sowohl in der Leitung von börsennotierten Unternehmen als auch von Start-ups und als Verwaltungsratsmitglied.

Andrea Winkler hat Visuelle Kommunikation in Hamburg und Fine Art Media in London studiert. Sie interessiert sich für raumgreifende Szenarien und ihre Werke bewegen sich zwischen Installation, Skulptur und Objet trouvé. In ihrer Arbeit spielen Stoffe, Oberflächen und Hüllen, insbesondere auch Kleidung immer wieder eine zentrale Rolle wie etwa in der Serie Kettenhemden (2017), in der High Performance Shirts von Metallketten »in Form ge-bracht«, bzw. gezerrt werden.

Sonia Li hat Interaction Design ITP/an der Tisch School of the Arts studiert. In ihren Installationen, Performances und sozialen Räumen, die oft die Natur zum Thema haben, verbindet sie taiwanesischen Wurzeln, buddhistische Lehren und Lebenserfahrung. Ihr Interesse an Textilien ist von einem interdisziplinären Ansatz geprägt, bei der sie mit Technologien arbeitet, die auf allen fünf Sinnen beruhen. Sie interessiert sich für interaktives Design und experimentelle Forschungsmaterialien.

Ilona Kos ist seit 2018 Kuratorin am Textilmuseum St.Gallen

 

Neue Materialien, innovative Produktionsprozesse, smarte Technologien – interessante Traditionen: In der Welt der Textilien gibt es ständig neue Entwicklungen. Manchmal sind es auch herkömmliche Materialien, die durch neue Herstellungsmethoden ungewöhnlich Formen und Möglichkeiten erhalten.

17.30 - 19.00

Domenica Tischhauser, Textiltechnikerin, Tisca Tischhauser AG

René Rossi, Wissenschafter, Empa

Benjamin Mengistu Navet, TaDA Resident

Barbara Karl, Wissenschafts- und Forschungsprojekte, Textilmuseum St.Gallen

Moderation: Marianne Burki, Leiterin TaDA

Koordination: Martina Lughi, Assistant TaDA

©Foto: Benjamin Mengistu Navet


Das Gespräch findet in englisch statt.


ANMELDUNG

Bitte vergessen Sie nicht, Ihr Covid-Zertifikat und Ihre Identitätskarte mitzubringen.

Veranstaltungsort: Textilmuseum St.Gallen, Vadianstrasse 2, 9000 St.Gallen

Information: info@tada-residency.ch


Biografien

Barbara Karl hat in Wien und Innsbruck Kunstgeschichte studiert und ist seit 2017 am Textilmuseum in St.Gallen. Seit 2010 hat sie Ausstellungen im MAK und im Textilmuseum St.Gallen zu den Themen Modeaccessoires, zu höfischen chinesischen Textilien, zur englischen Arts & Crafts-Bewegung und zur Thematik der Spitzen kuratiert.

Benjamin Mengistu Navet hat Modedesign an der Hochschule für Visuelle Kunst La Cambre (Brüssel) studiert und sein Studium mit einem Master in Textildesign an der Königlichen Akademie für Schöne Künste (KASK) in Gent abgeschlossen. Basierend auf der Erforschung postkolonialer Praktiken auf dem Gebiet der Mode und der Textilien untersucht er derzeit seinen eigenen äthiopischen Hintergrund. Er entwickelt Muster und entwirft Kleidung; dabei kombiniert er traditionelle und industrielle Techniken miteinander.

René Rossi arbeitet als Forscher an der Empa, dem Schweizer Materialforschungsinstitut der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH. Sein Forschungsschwerpunkt sind intelligente Textilien, insbesondere faserbasierte Sensoren für Körpermonitoring und Hybridfasern zur kontrollierten Substanzabgabe.

Domenica Tischhauser, Dipl.Textiltechnikerin ist bei der Tisca Tischhauser AG mit Hauptsitz in Bühler verantwortlich für den Bereich Innovation und Entwicklung von hochwertigen Teppiche und Stoffe diverser Verfahrenstechniken für die Einsatzbereiche Living, Commercial, Mobility und Sports. Sie begleitet die leichtesten Lärmschluckende Akustik-Gardine bis hin zum schweren Kunstrasen, von der Idee bis zum fertigen Produkt.

 

Siebdruck ist eine sehr alte Technik und nur noch wenige Firmen verschreiben sich dem Handsiebdruck. Welche Bedeutung hat das Handwerk in der aktuellen Textilproduktion, im Umfeld von High-Tech-Materialien und industriellen Herstellungsprozessen?

Martin Schlegel, Textildruckerei Arbon

Tobias Kaspar, Künstler, TaDA Resident.

Stefan Aschwanden, Direktor ad interim, Textilmuseum St. Gallen.

Moderation: Marianne Burki, Leiterin

Koordination: Martina Lughi, Assistentin TaDA.

©Fotografie: Ladina Bischof

Das Gespräch findet auf deutsch statt.

ANMELDUNG

Veranstaltungsort: Textilmuseum St.Gallen, Erdgeschoss, Vadianstrasse 2, 9000 St.Gallen

Information: info@tada-residency.ch


Biografien

Martin Schlegel arbeitete nach einer kaufmännischen Lehre bei der Bischoff Textil AG für diverse Firmen im Textilbereich im In- und Ausland. Durch einen Zufall gelangte er an die TDS Textildruckerei Arbon GmbH und entschied sich im 2016 den Betrieb vor dem bevorstehenden Aus zu retten. Das Siebdruckhandwerk erlernte er durch den mittlerweile verstorbenen Mitarbeiter G. Wassertheuer.

Tobias Kaspar arbeitet im Bereich zeitgenössische Kunst mit einem starkem Interesse an Mode und Textilien und an Fragestellungen zum Verhältnis von Kunst und Künstler:innen in der Gesellschaft. In seinen Arbeiten befasst er sich unter anderem mit kulturellen Transferprozessen von Stilen und Moden und Identitäten, und der oft irrationalen Beziehung zwischen Mode und Markt. Er hat zahlreiche Einzelausstellungen realisiert, beispielsweise in der Kunsthalle Bern, der Kunsthalle Sao Paulo, den Cinecittà Studios Rom. In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Bern erschien 2020 im Verlag der Buchhandlung Franz und Walther König die Monografie „Independence“.

Stefan Aschwanden studierte Kulturgeschichte in Zürich, Museumswissenschaften in Basel und Betriebswirtschaft in St. Gallen. Der Historiker und Kulturmanager verbindet seine Leidenschaft für Kunst und Geschichte seit zwei Jahrzehnten mit Führungsaufgaben an der Schnittstelle von Kultur und Management. Stefan Aschwanden leitete Museen, kulturelle Institutionen und Projekte für die öffentliche Hand. Er entwickelte mehrere Museumskonzepte und kuratierte zahlreiche kunst- und kulturhistorische Ausstellungen. Seit dem Sommer 2020 ist er interimistischer Direktor des Textilmuseum. Er interessiert sich für textiles Design und für die textile Selbstinszenierung von Menschen.

 

Am Freitag, 4. Dezember 2020, findet von 10 – 17 Uhr die erste Spinnerei statt, das neben den Residencies zweite und öffentliche Format von TaDA. Es wird über die www.tada-residency.ch/livestream live gestreamt. Die TaDA Residents stellen hier erste Resultate ihres Arbeitsaufenthaltes vor, gefolgt von Diskussionen mit Expert*innen. Moderiert werden die Gespräche von Hochparterre-Redaktorin Meret Ernst und Marianne Burki, Programmleitung TaDA.

Was geschieht, wenn sich Kreative aus unterschiedlichen Disziplinen direkt mit Unternehmer*innen aus der Textilindustrie austauschen? Was, wenn sie deren Maschinen und Prozesse erproben? Und wie sind Innovation, Luxus und Nach- haltigkeit miteinander verknüpft?

Das neue Residency-Programm TaDA Textile and Design Alliance ist im September 2020 in der Ostschweiz gestartet. Während drei Monaten haben die fünf Residents aus unterschiedlichen Sparten – Stéphanie Baechler, Alexandra Hopf, Oliver Maklott, Selina Reiterer und Quang Vinh Nguyen – mit verschiedenen Firmen in der Ostschweiz gearbeitet. Am 4. Dezember gibt ein Online-Streaming vormittags Einblick in Prozesse und Projekte, die während der ersten TaDA Residency entstanden sind. Am Nachmittag diskutieren Expert*innen mit den Residents über «Innovation und Luxus», «Nachhaltige Produktion» und «Su zienz».

Residents 2020

– Stéphanie Baechler, Künstlerin und Textildesignerin, Fribourg
– Alexandra Hopf, Künstlerin, Berlin
– Oliver Maklott, Medienkünstler, Vorarlberg
– Selina Reiterer, Künstlerin und Textilentwerferin, Bregenz
– Quang Vinh Nguyen, Produktdesigner, Lausanne

In Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen und -organisationen TaDA

– Brubo GmbH, Speicher
– Empa, St.Gallen
– Lobra AG, Thal
– Rigotex AG, Bütschwil
– Saurer AG, Arbon
– Schoeller Textil AG, Sevelen
– Sitterwerk, St.Gallen
– Textilcolor AG, Sevelen
– Textildruckerei GmbH, Arbon
– Textilmuseum, St.Gallen
– Tisca Tischhauser AG, Bühler

Externe Expert*innen

– David Abraham, Modedesigner, Abraham & Thakore, New Delhi
– Veronika Aumann, Professorin für Textildesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
– Nina Bachmann, Leiterin Technologie und Umwelt, Swiss Textiles
– Christophe Guberan, Produktdesigner; Lausanne
– Andreas Heydasch, Diplom-Volkswirt, EPEA Switzerland
– Joana Jorge, Project Manager Moda Lisboa
– Martin Leuthold, Textilgestalter, Präsident Kuratorium TaDA, Ostschweiz
– Christine Weder, Assistenzprofessorin für Neuere Deutsche Literatur, Universität Genf

 

Vexer Verlag im Atelier von Josef Felix Müller: Vorträge, Premieren, Büchertisch, Editionen, Musik und Kunst. Alexandra Hopf, Künstlerin aus Berlin und TaDA Resident 2020, spricht über ihr Buchkonzept. Mit dabei sind alle TaDA Residents 2020 und das TaDA Team.

Volles Programm an:
www.vexer.ch